ZEIT ONLINE berichtet heute über ein Interview mit David Levy, Professor an der Information School der University of Washington. Neben der Frage nach der Sucht durch Smartphones, zeigt das Gespräch auch interessante Details aus dem Silicon Valley auf, insbesondere auch, mit welchen Verfahren die Anbieter die User zu immer längeren und immer intensiveren Nutzungen bewegen. Schließlich war Levy selbst 15 Jahre am Think Tank XEROX PARC beschäftigt und kennt diese alle nur zu gut.

Leider geht der sehr interessante Beitrag nicht weiter darauf ein, warum plötzlich so viele Anbieter von Hardware, Anwendungen und Apps nun so klar auf die Suchtgefahren hinweisen und sogar Hilfen in den eigenen Geräten und Anwendungen oder Apps anbieten wollen. Hier wird nämlich eigentlich doch deutlich, dass diese wahrscheinlich schlichtweg Angst zu haben scheinen, denn wenn in den USA die ersten medizinischen Bestätigungen der Sucht bekannt werden, müssten die Anbieter ggf. mit zahlreichen Klagen rechnen. So wie es die Zigaretten-, Alkohol- oder auch Süßigkeitenindustrie schon erleben musste.

In Deutschland wurden nach einer aktuellen Studie bereits 100.000 Jugendliche als Smartphonesüchtig angesehen. Es könnte daher wohl auch hier Klagen in Betracht kommen.  Bei einer Schuldzuweisung drohen den Unternehmen hohe Schadensersatzverpflichtungen.

Das sehr lesenswerte Interview finden Sie unter:

https://www.zeit.de/digital/2018-07/smartphonenutzung-sucht-david-levy-computerwissenschaftler?wt_zmc=sm.int.zonaudev.xing.ref.zeitde.redpost.link.x&utm_medium=sm&utm_source=xing_zonaudev_int&utm_campaign=ref&utm_content=zeitde_redpost_link_x&xing_share=news