Die Weltgesundheitsorganisation hat die Computerspielsucht in das ICD-11, also ihren neuen Katalog der Krankheiten, offiziell aufgenommen.
Nach einer Erhebung des Verbands Game
Nach einer Studie des Verbands Game spielen in Deutschland heute bereits 34,1 Millionen Menschen Computer- und Videospiele, das sind 46 Prozent der Gesamtbevölkerung. 14,3 Millionen davon sind unter 30 Jahre alt.

Die Folgen sind nicht unerheblich, denn der Katalog der WHO dient nicht nur den Ärzten bei möglichen Diagnosen, sondern er dient auch zur Klärung der Frage nach einer verpflichtenden Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Ist die Sucht erst einmal als Krankheit in der Liste aufgenommen, hat das dann u.a. auch arbeitsrechtliche Auswirkungen, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fallen als anerkannt kranke Personen unter alle entsprechend daraus resultierenden Schutzmechanismen der jeweiligen Gesetze. Die daraus für das Gesundheitssystem entstehenden Kostensteigerungen werden wohl bereits zeitnah und daher zwingend zu Beitragsanpassungen führen müssen.

Insbesondere die Personalverantwortlichen in den Unternehmen sind heute schon klar gefordert, da hier durch die zunehmende Zahl der Suchtkranken Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhebliche Probleme auf sie zukommen. Zudem sollte man berücksichtigen, dass spielsüchtige nicht selten auch während der Arbeitszeit aktiv sind. Wer jetzt also immer noch nur zuschaut, statt zu handeln, wird sicherlich schon bald mit kaum noch zu klärenden Problemen in allen Bereichen des Personalwesens konfrontiert. Spätestens dann, wenn die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht mehr positiv ist, sondern stagniert oder sogar rückläufig, kann das dann sehr schnell zu nicht selten auch existenzbedrohenden Auswirkungen für Unternehmen führen.

Quellen:
https://icd.who.int/dev11/l-m/en#/http%3a%2f%2fid.who.int%2ficd%2fentity%2f1448597234
https://www.tagesschau.de/ausland/who-spielsucht-101.html