Sehr lesenswerter Bericht auf Zeit.de

Sehr lesenswerter Bericht auf Zeit.de

In der Online-Ausgabe der ZEIT ist ein Beitrag veröffentlicht worden, der mehr als nur lesenswert ist: Ein Leben nach dem Internet. Jetzt  von Anna Miller.

Die kluge und einfühlsame Wortwahl der Autorin lässt einen immer wieder ganze Sätze erneut lesen und nach einigen Absätzen Denkpausen einlegen.

Einfach. Erschreckend. Sehr gut.

Quelle

https://www.zeit.de/kultur/2019-08/digital-detox-soziale-netzwerke-internet-smartphone-sucht-konsumverhalten?utm_source=pocket-newtab

28.05.2019 – Neue Umfrage zur Smartphonenutzung bei Kindern und Jugendlichen

28.05.2019 – Neue Umfrage zur Smartphonenutzung bei Kindern und Jugendlichen

Die Bitkom hat heute eine neue interessante Studie veröffentlich. Diese sagt u.a. auch, dass die Nutzer praktisch immer jünger und immer aktiver werden.

So nutzt bereits jedes zweite Kind zwischen 6 und 7 Jahren (54 Prozent) gelegentlich ein Smartphone (2014 war es nur jedes fünfte (20 Prozent). Ab dem 10. Lebensjahren ist das Smartphone dann bereits der Standard. In dieser Gruppe sind es bereits drei von vier Kindern (75 Prozent), die sogar ein eigenes Gerät zur Verfügung haben.

Auch die angesehenen und genutzten Inhalte sind im Wesentlichen die gleichen geblieben, allen Voran: Musik hören, Videos schauen (und eigene drehen) und Social Media nutzen.

Eine interessante Studie, die aber auch eines wieder zeigt: Die Zahlen steigen immer weiter. Und was das bedeutet, muss jeder für sich selbst entscheiden…

Quelle: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Mit-10-Jahren-haben-die-meisten-Kinder-ein-eigenes-Smartphone

Claus Volke

DER Vorsatz für 2019? Weniger Online sein!

DER Vorsatz für 2019? Weniger Online sein!

Eine aktuelle Umfrage des Forsa Institut, durchgeführt im Auftrag der DAK-Gesundheit, ergab auf den ersten Blick überraschende Ergebnisse. Die Meinungsforscher hatten 1000 Menschen ab 14 Jahren zu ihren Vorsätzen für das Jahr 2019 befragt und das Ergebnis verblüfft erst einmal viele, denn fast jeder zweite der unter 30-Jährigen hat sich zum Vorsatz für das Jahr  2019 gesetzt, wieder häufiger offline zu sein. 49 Prozent der Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren wollen 2019 daher weniger oft ihr Smartphone, den Computer und auch das Internet selbst nutzen. Interessant dabei ist die Tatsache, dass noch im letzten Jahr eine ähnliche Umfrage hier ein rund 10% niedrigeres Ergebnis aufzeigte.

Nun, die Hintergründe dieser Zahlen sind eigentlich gar nicht so überraschend, denn keiner von uns wird noch ernsthaft behaupten wollen, dass unser „Online-Verhalten“ nicht schon lange seltsame bis zum Teil suchtähnliche Formen angenommen hat. Es ist daher nur konsequent, zu versuchen, auch diese Belastungsursache zu reduzieren. Es ist daher aber wohl kein guter Vorsatz mehr, sondern eher ein zwingend notwendiger Schritt zum Selbstschutz.  Bestätigt wird meine persönliche Einschätzung wohl durch ein weiteres Ergebnis, denn neben dem guten Vorsatz, 2019 häufiger offline sein zu wollen, sind sich alle Altersgruppen in einer weiteren Sache sehr einig:  62 Prozent der Befragten haben sich fest vorgenommen, in 2019 weniger Stress zu haben. Viel stärker, als es zunächst erscheint, wird dieser Wunsch mittelbar unterstützt durch die weiteren wichtigsten Vorsätze für das kommende Jahr: 60% wollen wieder mehr Zeit mit ihren Familien und ihren Freunden verbringen und 57% wollen mehr Sport treiben. Wenn man nun die Bedürfnisse und Interessen dieser Zahlen mal in einem Gesamtkontext stellt, werden die wahren Hintergründe schnell deutlicher.

Also, alles wird gut? Nein, leider nicht, denn alle Suchtuntersuchungen im Bereich der Online-Nutzung sprechen noch immer von einem weiteren Ansteigen der Zahl der Erkrankten. Die Zukunft wird zeigen, ob dies also echte gute Vorsätze sind oder ob auch dies nicht vielmehr ein weiterer Hilferuf ist, der dann, wenn man es doch nicht schafft, zu einem meist noch schlechteren Ergebnis und noch mehr Stress und Frust führen kann. Welcher Raucher kennt das nicht, der schon mal aufhören wollte und es nicht geschafft hat, und wer von uns kennt nicht die Enttäuschung, wenn die so hart erkämpfte Diät wieder statt zu einer Reduzierung des Gewichts bereits kurze Zeit später sogar zu einer Zunahme des Gewichts geführt hat?

Wenn man bereits süchtig, also wirklich erkrankt ist, ist ein guter Vorsatz zwar gut, aber vielleicht nicht selten leider nicht mehr als ein Wunsch, verbunden mit dem großen Risiko, bei einem Scheitern noch tiefer in die Sucht zu rutschen. Und jeder neue gescheiterte Versuch führt meist zu noch mehr Frustration bei den Menschen.

Es bleibt zu hoffen, dass es möglichst vielen Menschen gelingt, sich zumindest etwas von der Belastung durch die Online-Medien zu befreien, denn jede Minute weniger online und jede Minute mehr im realen Leben führt in kleinen Schritten raus aus dem „Hamsterrad“.

Claus Volke

Quelle: https://www.dak.de/dak/bundes-themen/gute-vorsaetze-2019-2038102.html

Krankentage wegen psychischer Erkrankungen nehmen dramatisch zu

Krankentage wegen psychischer Erkrankungen nehmen dramatisch zu

Laut einem aktuellen Bericht mit dem Titel: „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“, der von wenigen Tagen dem Kabinett vorgelegt wurde, fielen in 2017 in Deutschland rund 107 Millionen Fehltage wegen psychischer Erkrankungen an. Noch vor 10 Jahren lag die Zahl bei 48 Millionen. Neben den Produktionsausfällen in Höhe von 12,2 Mrd. Euro in 2017 ist diese Zahl ein wohl erschreckender Hinweis auf die nicht mehr wegzudiskutierende ständig zunehmende Belastung im Job.

Wenn man nun noch berücksichtig, dass die Gesamtzahl der krankheitsbedingten Fehltage 2017 bei 669 Millionen lag und nicht nur viele dieser zumindest auch mittelbar mit der steigenden Belastung zusammenhängen, sondern dies auch ein sehr bedenkliches Verhältnis zwischen den beiden Zahlen aufzeigt, muss jedem Unternehmen klar sein, dass es jetzt sofort handeln muss, um seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und zu helfen, gemeinsam den zunehmenden Stress zu reduzieren.

Eine muss jedem bewusst sein: Wenn solche Zahlen bereits bei einer solchen positiven wirtschaftlichen Konjunktur wie der aktuellen vorliegen, muss man kein Hellseher sein, um sich auszumalen, was passieren wird, wenn das Wirtschaftswachstum nur einmal stagniert oder gar rückläufig sein wird.

Sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen bereits heute Wege auf, damit Sie jetzt, aber auch in Zukunft sich und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier unterstützen können.

Claus Volke

28.05.2019 – Neue Umfrage zur Smartphonenutzung bei Kindern und Jugendlichen

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten fühlen sich bei der Arbeit gehetzt

Laut einer ganz aktuellen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes fühlen sich 52% der Beschäftigten in Deutschland bei der Arbeit gehetzt und unter Zeitdruck gesetzt. Fast ein Drittel sehen sich zudem mit Anforderungen konfrontiert, die ihrer Meinung nach nur noch schwer vereinbar sind.

Interessant ist insbesondere  auch, dass die Befragten sehr häufig ihre Arbeitsbedingungen im Ergebnis eher als kritisch bewerten. Wohlgemerkt in einer unglaublich positiven Konjunkturlage. Tatsächlich wohl nicht überraschend ist für uns die Tatsache, dass die meisten zudem angaben, dass neben dem Stress am Arbeitsplatz insbesondere auch immer mehr Konflikte und die Angst vor einer zu geringen Altersvorsorge (Deckung des Grundbedürfnisses) an oberster Stelle stehen.

Gerade aus Mediationsgesichtspunkten ist ein weiteres Ergebnis eine Bestätigung unserer Arbeit der letzten Jahre, denn 63 Prozent der Befragten leisten nach eigenen Angaben nahezu dauerhaft Interaktionsarbeit bei der sie in einem kontinuierlichen Austausch mit anderen Menschen stehen  und bei der sie heute immer häufiger und immer mehr (emotionale) Konflikte lösen müssen.

Wirklich absolut erschreckend dabei: Rund 66% der Beschäftigten gaben an, bei den Konfliktlösungen selbst  keine ausreichende Unterstützung von den Vorgesetzten oder ihrem Arbeitgeber zu erhalten. Nur konsequent, gleichwohl sicherlich als ein echtes Alarmzeichen und einen Hilferuf zu verstehen, ist dann schließlich noch die Aussage von rund 33%, die zudem angegeben haben, dabei immer häufiger die eigenen Gefühle zu unterdrücken. Allein dies ist eine wirklich alarmierende Zahl, denn diese Unterdrückung kann nur zu weiteren Konflikten und zu einer extremen weiteren Zunahme von Stress führen.

Hier sind die Unternehmen gefragt. Jetzt!

Wer es unterlässt, schon heute diese Missstände aktiv anzugehen, wird spätestens dann, wenn die Wirtschaft nur stagniert, die Folgen erheblich zu spüren bekommen.

Sprechen Sie uns an! Gerne entwickeln wir mit Ihnen schon heute entsprechende Strategien, damit diese Risiken sich in Ihrem Unternehmen nicht realisieren können.

Claus Volke

Quelle: http://www.dgb.de/presse/++co++d993c67a-ee32-11e8-ba59-52540088cada

Facebook zeigt Nutzungszeiten

Facebook zeigt Nutzungszeiten

Auch Facebook stellt seinen Nutzern nun ein Tool zur Verfügung, mit dem diese sehen können, wie viel Zeit sie dort verbracht haben, verbunden mit einer Möglichkeit der Zeitlimitierung. Damit soll es den Nutzern ermöglicht werden, das eigene Verhalten besser zu gestalten und einer ggf. möglichen Sucht vorzubeugen. Ein sicherlich guter Ansatz.

Warum nun alle Anbieter dies ermöglichen, ist jedoch eher fraglich, denn auch bei extremsten Zeiten und Überschreitungen der eigenen Limits wird bei dem Facebook-Tool, nichts zwingend als Konsequenz folgen. Es könnte hier wieder der Eindruck entstehen, dass sich die Anbieter schon einmal höchst vorsorglich in eine bessere Position bringen wollen, denn wenn eine übermäßige Nutzung als Sucht anerkannt wird, sind solche Angebote aus Sicht der Anbieter ein gutes Argument bei etwaigen Klagen gegen diese. Ob diese Angebote dann ausreichen werden, wird sich zeigen, denn wenn keine Zwangsabschaltung erfolgt oder auch eine Benachrichtigung, wenn man die eigenen vorgegebenen (!) Zeitlimits überschreitet, einfach weggeklickt werden kann, um dann trotzdem weitermachen zu können, wirkt dies eher nicht zielführend.

Ob das Tool daher eine Internet- /Smartphonesucht wirklich ausreichend entgegentritt, bleibt vielleicht wohl zumindest fraglich.

Quelle: https://www.internetworld.de/social-media/facebook/neues-facebook-tool-zaehlt-minuten-1626198.html

Neuer Beitrag zur Handysucht bei Kindern auf WDR

Neuer Beitrag zur Handysucht bei Kindern auf WDR

Auf WDR 2 wurde heute ein weiterer interessanter Bericht über eine mögliche Handysucht bei Kindern veröffentlicht, der erneut wichtige Hintergründe aufzeigt.  So wird u.a. über eine Studie aus den USA mit über 4.500 Kindern berichtet, nach der bereits zwei Stunden Bildschirmzeit die kognitive Entwicklung von Kindern beeinträchtigen sollen. So schnitten diese Kinder bei Tests, mit denen Sprache, Erinnerungsvermögen und Reaktionsfähigkeit geprüft wurden, schlechter ab als die Vergleichspersonen.

Quelle: https://www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/handysucht-100.html

Die meisten wollen Handyverbot an Schulen

Die meisten wollen Handyverbot an Schulen

Nach einer von Spiegel Online veröffentlichten Umfrage, wünschen sich 86% der befragten Personen ein Handyverbot in Deutschland.  Rund ein Viertel gaben zudem an, dass sie glauben, dass die Nutzung von Handys und Smartphones der Entwicklung der Kinder schaden würden. Ein interessanter Bericht mit vielen weiteren Verweisen. Nur die Frage, welche Rolle die Eltern als Vorbild spielen, also welches Verhalten bei diesen ggf. geändert werden müsste, wird leider nicht in ausreichendem Maße angesprochen. Das Thema ist zu komplex, um die heute so gerne gewünschten einfachen Ja/Nein Antworten zu geben. Eines ist aber wohl sicher: Es ist schon lange keine Frage mehr, ob ein solches Verbot kommt, sondern nur noch die Frage: Wann?

Quelle:

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/handyverbot-an-schulen-mehrheit-der-deutschen-wuenscht-sich-frankreichs-modell-a-1231747.html

Was wir gerne in unserer Freizeit machen – und was gerade nicht

Was wir gerne in unserer Freizeit machen – und was gerade nicht

Die Stiftung für Zukunftsfragen hat in einer aktuellen Umfrage sehr interessante neue Ergebnisse zusammengetragen zu der Frage, was die Deutschen in ihrer Freizeit am liebsten tun.
Besonders interessant dabei ist die offenbare Kluft zwischen dem was sich die Leute in Ihrer Freizeit wünschen und dem was sie dann auch tatsächlich machen. Zudem wird hier wieder einmal deutlich, dass offenbar immer mehr Aktivitäten zeitgleich oder in immer kürzeren Zeitabständen hintereinander durchgeführt. Des Weiteren wird, wie beim zappen der Fernsehkanäle, immer häufiger von einer Aktivität zu nächsten gesprungen.

Erschreckend ist das Ergebnis, das offenbar immer mehr Menschen Angst vor der Langeweile haben und daher immer neuen Ablenkungen und Beschäftigungen nachjagen. Welche das sind, dürfte keinen mehr überraschen…

Quelle: https://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/newsletter-forschung-aktuell/279/

 

 

DER Vorsatz für 2019? Weniger Online sein!

Neue Studie zur Mediennutzung von Kindern

Unter https://www.kinder-medien-studie.de/ ist eine neue Studie veröffentlich worden, die sich u.a. mit der Mediennutzung kleinerer Kinder beschäftigt. So zeigt diese deutlich, dass die Nutzung der Medien, das Besitzen eines Smartphones und das Vertrauen in die Inhalte, die im Netz zu finden sind, bereits für die kleinen Kinder immer weiter steigt. Einige der Daten sind sicherlich besorgniserregend und sollten von Eltern ernst genommen werden. Noch immer sind diese die Vor- und Leitbilder für Ihre Kinder. Die Auswirkungen für die Schule aber auch spätere Jobs sind noch nicht abzusehen. Eine wichtige Studie, die hoffentlich regelmäßig wiederholt wird, um zu erwartende Steigerungen aufzuzeigen.

Online-Nutzungszeiten sollen den Usern angezeigt werden

Online-Nutzungszeiten sollen den Usern angezeigt werden

Wie Spiegel Online berichtet, wollen Facebook und Instagram nun den Nutzern die Möglichkeit bieten, selbst sehen zu können, wie lange sie online aktiv waren. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-und-instagram-nutzungszeit-wird-kuenftig-angezeigt-a-1221223.html#ref=rss

Ein Schritt, der für einige Anbieter wohl nur konsequent erscheint, denn wenn die Beurteilung einer übersteigerten Nutzung von Smartphones und Co in immer mehr Ländern in die Richtung anerkannte „Suchterkrankung“ erfolgt, ist dies wohl in Wirklichkeit nur ein Versuch sich vor dann ggf. möglichen Ansprüchen von Suchtkranken zu schützen.  Dennoch ein sicherlich guter und auch begrüßenswertes Angebot, da viele Menschen schlichtweg nicht mehr selbst wissen, wie lange sie täglich online aktiv sind. Eigene Schätzungen und ein z.B. mal genaues Protokollieren gehen häufig sehr weit auseinander. Gerade aber das Bewusstsein, hier sich selbst gegenüber zu erkennen, wie oft und wie lange man sich diesen Tätigkeiten widmet, ist enorm wichtig.

Frankreich verbietet Smartphones an Schulen

Frankreich verbietet Smartphones an Schulen

Wie der Spiegel Online berichtet, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/frankreich-parlament-beschliesst-handy-verbot-an-schulen-a-1220899-amp.html hat das französische Parlament ein Handyverbot an den Schulen beschlossen. Ein Schritt, der auch in Deutschland sicherlich bald kommen wird. Unabhängig von der Frage der notwendigen Digitalisierung der Schulen und dem unbedingt erforderlichen Umgang der Schülerinnen und Schüler mit den Medien, muss aber unbedingt auch eine vernünftige Medienkompetenz erlernt werden und, auch die Möglichkeit geschaffen werden, überhaupt noch lernen zu können.

Seltsame Ideen oder bald Realität?

Seltsame Ideen oder bald Realität?

In einem sehr interessanten Bericht unter: https://www.lead-digital.de/futter-statt-foto/ weisen die Autoren über neue Ideen in den USA hin, mit denen u.a. Restaurantbesucher dazu animiert werden sollen, wenigstens während ihres Essens mal auf Ihr Smartphone zu verzichten. Skurril? Vielleicht, aber wie immer bei solchen Aktionen, finden sich sicherlich auch ernstere Hintergründe dabei wieder.

Smartphonesucht nun auch Thema im Silcon Valley

Smartphonesucht nun auch Thema im Silcon Valley

ZEIT ONLINE berichtet heute über ein Interview mit David Levy, Professor an der Information School der University of Washington. Neben der Frage nach der Sucht durch Smartphones, zeigt das Gespräch auch interessante Details aus dem Silicon Valley auf, insbesondere auch, mit welchen Verfahren die Anbieter die User zu immer längeren und immer intensiveren Nutzungen bewegen. Schließlich war Levy selbst 15 Jahre am Think Tank XEROX PARC beschäftigt und kennt diese alle nur zu gut.

Leider geht der sehr interessante Beitrag nicht weiter darauf ein, warum plötzlich so viele Anbieter von Hardware, Anwendungen und Apps nun so klar auf die Suchtgefahren hinweisen und sogar Hilfen in den eigenen Geräten und Anwendungen oder Apps anbieten wollen. Hier wird nämlich eigentlich doch deutlich, dass diese wahrscheinlich schlichtweg Angst zu haben scheinen, denn wenn in den USA die ersten medizinischen Bestätigungen der Sucht bekannt werden, müssten die Anbieter ggf. mit zahlreichen Klagen rechnen. So wie es die Zigaretten-, Alkohol- oder auch Süßigkeitenindustrie schon erleben musste.

In Deutschland wurden nach einer aktuellen Studie bereits 100.000 Jugendliche als Smartphonesüchtig angesehen. Es könnte daher wohl auch hier Klagen in Betracht kommen.  Bei einer Schuldzuweisung drohen den Unternehmen hohe Schadensersatzverpflichtungen.

Das sehr lesenswerte Interview finden Sie unter:

https://www.zeit.de/digital/2018-07/smartphonenutzung-sucht-david-levy-computerwissenschaftler?wt_zmc=sm.int.zonaudev.xing.ref.zeitde.redpost.link.x&utm_medium=sm&utm_source=xing_zonaudev_int&utm_campaign=ref&utm_content=zeitde_redpost_link_x&xing_share=news

Deutsche sind heute schon 46,2 Stunden pro Woche online und damit 5 Stunden länger als sie im Büro sind.

Deutsche sind heute schon 46,2 Stunden pro Woche online und damit 5 Stunden länger als sie im Büro sind.

Die Deutschen verbringen heute immer mehr Zeit im Internet: Nach einer aktuellen Umfrage der Postbank (Digitalstudie 2018), sind wir mittlerweile im Durchschnitt 46,2 Stunden pro Woche online aktiv.
Das sind über drei Stunden mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (42,8 Stunden). Somit sind wir nun also schon fünf Stunden mehr online als wir im Durchschnitt pro Woche arbeiten.
Während der Arbeitszeit wird das Web dabei jedoch nur rund 2,6 Stunden für berufliche Zwecke genutzt. Auch hier, wie andere Studien ebenfalls belegen, wandert der Blick sehr viel häufiger und länger auf das eigene Smartphone. Immer wieder wird das, was man gerade macht unterbrochen, um erneut die zahlreichen eigenen privaten Accounts zu checken, kurz was nachzulesen oder noch schnell eine Online-Bestellung durchzuführen.
Erschreckend bei den Ergebnissen sind insbesondere die Zahlen der Gruppe der 18-34-jährigen, denn hier sind es sogar noch einmal zusätzliche 12 Stunden pro Woche. Im Durchschnitt! Bei den dann rund 58 Stunden pro Woche sind das pro Tag 8,5 Stunden. Jeden Tag der Woche, des Monats und des ganzen Jahres. Was das statistisch in Wahrheit bedeutet, ist wohl jedem klar.
Weiter interessant sind folgende Ergebnisse:
Zum ersten Mal seit der ersten Studie aus dem Jahr 2015 liegt der Laptop beim Surfen nicht mehr auf Platz 1. Heute wird das Smartphone bereits genauso häufig eingesetzt wie die mobilen Rechner (jeweils 71%). Bei der Gruppe der 18-34-jährigen sind es hier sogar rund 89%, die mittels Smartphone im Internet unterwegs sind.
Interessant auch, dass heute nun auch die Gruppe der „älteren“ Personen ab 35 Jahren mit ansteigenden Zahlen aufgeführt werden. Rund 65% sind auch hier heute bereits mit ihren Smartphones erreichbar und sehr häufig aktiv.
Wenn diese Zahlen in den nächsten Jahren weiterhin in diesem Umfang anwachsen, wird das für das Arbeitsleben, aber auch auf alle Bereiche der Gesellschaft radikale Auswirkungen haben, denn Zeit ist nun einmal endlich. Und die Zeit, die man mit dem Smartphone verbringt ist nicht nur vergangen, sie fehlt auch bei allen anderen Tätigkeiten, gleich ob privat oder beruflich. Wir alle kennen das nur zu gut. Immer mehr steigende Belastungen und eine explosionsartige Zunahme von Stress und Erkrankungen sind hier zwingende Folgen.
Viele Unternehmen stehen dem fast schon hoffnungslos gegenüber.
Quelle: https://www.postbank.de/postbank/pr_presseinformation_2018_06_18_deutsche_pro_woche_fuenf_stunden_laenger_im_netz_als_im_buero.html

Die WHO erklärt die Sucht nach Computerspielen offiziell zur Krankheit

Die WHO erklärt die Sucht nach Computerspielen offiziell zur Krankheit

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Computerspielsucht in das ICD-11, also ihren neuen Katalog der Krankheiten, offiziell aufgenommen.
Nach einer Erhebung des Verbands Game
Nach einer Studie des Verbands Game spielen in Deutschland heute bereits 34,1 Millionen Menschen Computer- und Videospiele, das sind 46 Prozent der Gesamtbevölkerung. 14,3 Millionen davon sind unter 30 Jahre alt.

Die Folgen sind nicht unerheblich, denn der Katalog der WHO dient nicht nur den Ärzten bei möglichen Diagnosen, sondern er dient auch zur Klärung der Frage nach einer verpflichtenden Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Ist die Sucht erst einmal als Krankheit in der Liste aufgenommen, hat das dann u.a. auch arbeitsrechtliche Auswirkungen, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fallen als anerkannt kranke Personen unter alle entsprechend daraus resultierenden Schutzmechanismen der jeweiligen Gesetze. Die daraus für das Gesundheitssystem entstehenden Kostensteigerungen werden wohl bereits zeitnah und daher zwingend zu Beitragsanpassungen führen müssen.

Insbesondere die Personalverantwortlichen in den Unternehmen sind heute schon klar gefordert, da hier durch die zunehmende Zahl der Suchtkranken Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhebliche Probleme auf sie zukommen. Zudem sollte man berücksichtigen, dass spielsüchtige nicht selten auch während der Arbeitszeit aktiv sind. Wer jetzt also immer noch nur zuschaut, statt zu handeln, wird sicherlich schon bald mit kaum noch zu klärenden Problemen in allen Bereichen des Personalwesens konfrontiert. Spätestens dann, wenn die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht mehr positiv ist, sondern stagniert oder sogar rückläufig, kann das dann sehr schnell zu nicht selten auch existenzbedrohenden Auswirkungen für Unternehmen führen.

Quellen:
https://icd.who.int/dev11/l-m/en#/http%3a%2f%2fid.who.int%2ficd%2fentity%2f1448597234
https://www.tagesschau.de/ausland/who-spielsucht-101.html

Jeder 12. Junge ist süchtig nach Computerspielen

Jeder 12. Junge ist süchtig nach Computerspielen

Eine neue Studie der DAK und dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen ergab, dass jeder 12. Junge (bzw. junge Mann) zwischen 12 und 25 Jahren in Deutschland süchtig nach Computerspielen ist, das sind 8,4% der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Anteil der süchtigen jungen Mädchen ist wesentlich geringer, er liegt nur bei 2,9%.
Die Folgen sind besorgniserregend: So haben rund sechs Prozent „ernsthafte Probleme mit Familie oder Freunden“ durch ihre Computerspielerei, 13% konnten ihr Spielen sogar gegen den Rat anderer Menschen nicht mehr reduzieren und 19% gaben an durch ihr Spielverhalten häufiger Streit zu haben. Schließlich fühlen sich 26%, also jeder 4.,  sogar unglücklich, wenn sie nicht spielen konnten.
Die Studie zeigt deutlich, dass bei den 12- bis 17-jährigen Jungen, die große Gefahr bestehe, dass diese ihr Spielverhalten selbst nicht mehr kontrollieren können. Bei Spielzeiten von bis zu 226 Minuten allein an den Wochentagen, verwundert das kaum noch.
Durch die unmittelbaren aber auch mittelbaren Folgen leidet das gesamte soziale Verhalten der Kinder und Jugendlichen.
46% vernachlässigen aufgrund der Beschäftigung mit den Computerspielen ihre sozialen Kontakte zu Freunden oder zu Familienangehörigen, die ihnen vorher wichtigen waren, bei den 15- bis 17-jährigen Jungen sind es hier 69%.

40% gaben an, dass sie wegen der intensiven Nutzung von Computerspielen häufig Streit mit den Eltern haben, bei den 12- bis 14-Jährigen Jungen sind es hier sogar 89%.
16% gaben sogar an, dass sie wegen ihres Spieleverhaltens nicht mehr an den gemeinsamen Mahlzeiten mit der Familie teilnehmen.

Quelle: https://www.dak.de/dak/bundes-themen/jeder-12—junge-suechtig-nach-computerspielen-1860860.html

Schon 100.000 Jugendliche sind süchtig nach Social Media

Schon 100.000 Jugendliche sind süchtig nach Social Media

Nach einer aktuellen Studie der DAK sind heute bereits 2,6 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen in Deutschland abhängig von WhatsApp, Instagram und Co.
Nahezu alle Teenager nutzen täglich im Durchschnitt drei Stunden die verschiedenen Social Media Angebote. „Nur“ 2,6 % klingt zunächst einmal nach nicht viel, aber so einfach ist es sicher nicht.
Im Gegenteil. Umgerechnet bedeutet das zunächst einmal, dass heute schon bereits mehr als 100.000 Jugendliche alle Kriterien einer echten Suchterkrankung aufzeigen und das ist mehr als nur alarmierend.
Aber es geht um viel mehr, als die Studie besagt, denn nahezu alle Jugendlichen sind mit ihren Gedanken praktisch ständig bei ihrem Smartphone, aktiv oder passiv. Die Angst, etwas zu verpassen, gehört zu den Kennzeichen einer pathologischen Nutzung, so wie auch auftretende Entzugserscheinungen, die sich dann sogar zu einer gesteigerten Form einer inneren Unruhe, einer ständig steigenden Gereiztheit und Aggressionen und sogar einer tiefgreifenden Traurigkeit äußern können. Viele schlafen schlecht, daddeln noch bis spät in die Nacht und sind dann in der Schule oder in der Ausbildung unkonzentriert. Auch hier wird dann den ganzen Tag versucht, auf das Smartphone zu sehen. Dem Erfindungsreichtum sind hierbei keiner Grenzten mehr gesetzt. Zudem verlieren die Betroffenen schließlich nicht selten sogar vollständig die Kontrolle, bis sie schließlich den Punkt erreichen, an dem sie dann gar nicht mehr selbst und ohne Hilfe Dritter aufhören können.
Laut der Ergebnisse der Umfrage meist sogar dann nicht, wenn sie wissen, dass dieses Verhalten bereits zu Problemen mit den Eltern führt oder die Schule oder Ausbildung darunter leidet. Die Zahl der Jugendlichen, die zudem nicht nur als letztes Handeln vor dem Schlafen und als erstes nach dem Aufwachen auf das Smartphone sehen, sondern sogar ein bis zwei Mal die Nacht aufwachen, um auf das Smartphone zu schauen und an diesem aktiv zu werden, nimmt ständig zu.
Ernst zu nehmen ist außerdem der Hinweis in der Studie, dass ein Zusammenhang zwischen Depressionen und der Sucht festgestellt werden konnte, wobei es jedoch nicht sicher erscheint, ob depressive Kinder eher die Flucht in die virtuelle Welt antreten oder ob es umgekehrt der Fall ist. In beiden Varianten sind die Auswirkungen bedenklich.
Und eine Sache lässt die Studie meines Erachtens nach ganz außer Acht:
Diese doch sehr besondere Sucht kann durch ihre ständige Interaktion mit einer Vielzahl anderer Personen zu einer unvorstellbaren Verbreitung führen, denn:
Die 100.000 Jugendlichen, die heute bereits als süchtig gelten, kommunizieren schließlich mit einer hohen Anzahl von noch nicht als erkrankt geltenden anderen Jugendlichen, zum Teile mehreren hundert gleichzeitig. Eine Verbreitung und ein rasanter Anstieg sind daher wohl nahezu zwingend zu erwarten, denn:
Führt z.B. das exzessive Kommunikationsverhalten eines einzigen solchen süchtigen Jugendlichen dazu, dass er z.B. alle 6 Monate durch sein Nutzungsverhalten nur einen weiteren aus seinem Freundes- /Adressatenkreis ebenfalls in die Sucht „führt“ (und alles andere erscheint aktuell schon fast nicht mehr sehr lebensnah) sprechen wir in 2 Jahren schon von 1,6 Mio und in 3 Jahren von über 6 Mio. Social Media süchtigen Jugendlichen allein in Deutschland.
Und seien wir ehrlich: Wer kennt nicht auch in den Altersgruppen darüber zahlreiche Menschen, die bereits heute ebenfalls alle Kriterien einer solchen Sucht aufzeigen?
Sind das zu hohe Schätzungen? Es bleibt zu hoffen, denn spätestens, wenn die absolut sicher steigende Zahl der Jugendlichen in das Berufsleben wechseln, betrifft es praktisch jedes Unternehmen unmittelbar.

Quellen:
https://www.dak.de/dak/gesundheit/social-media-sucht-1968334.html
https://www.dak.de/dak/download/dak-studie-social-media-nutzung-1968596.pdf